Das Netzwerk

Die Außenlager

Im Jahr 2008 startete der Förderverein Buchenwald e.V. das Projekt „Buchenwald war überall“. In diesem Rahmen wollen wir uns zusammen mit vielen ehrenamtlichen und kommunalen Unterstützer*innen für die Erhaltung des Gedenkens an Orten ehemaliger Außenlager einsetzen und Wissen zugänglich machen.

Diese Website stellt die verschiedenen Gedenkstätten, Vereine und Initiativen vor und bietet ihnen eine Plattform, um sich gegenseitig zu vernetzen. Interessierte Nutzer*innen können erfahren, welche Initiativen es in ihrer Nähe bereits gibt - und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Die Außenlager

Das Konzentrationslager Buchenwald war umgeben von einem System von Außenlagern. An über 140 Standorten wurden insgesamt etwa 280.000 männliche und weibliche Häftlinge zur Zwangsarbeit eingesetzt. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Erschöpfung, Kälte, Krankheiten oder Misshandlungen.

Die Existenz des dichten und weitreichenden Außenlagersystems widerspricht dem verbreiteten Bild, die Verbrechen und Grausamkeiten hätten stets anderswo stattgefundenen. Buchenwald war überall dort, wo die Buchenwaldhäftlinge waren.

Standorte

Orange Pins zeigen, wo Gedenkstätten, Initiativen, Vereine oder Lernorte bestehen.

Graue Pins kennzeichnen Orte, an denen ein solches Engagement aktuell fehlt.

Karte der Außenlager

Filteroptionen

Jahr: Die ersten Außenlager des KZ Buchenwald wurden bereits 1938 eingerichtet. In der zweiten Hälfte des Krieges stieg ihre Anzahl deutlich, den Höchststand erreichte sie im Jahr 1944. Der Filter zeigt nur die im ausgewählten Jahr existierenden Außenlager an.

Anzahl: Die Zahl der Gefangenen in einem Außenlager richtete sich in erster Linie nach der benötigten Arbeitskraft vor Ort. Der Filter unterscheidet nach kleinen (unter 100 Häftlinge), mittleren (100 bis 500), großen (500 bis 1000) und sehr großen (über 1000) Außenlagern.

Geschlecht: In fast allen Außenlagern galt Geschlechtertrennung. An manchen Orten gab es sowohl Männer- als auch Frauenlager, die jedoch räumlich und organisatorisch getrennt waren. Der Filter zeigt jeweils die Lager mit männlichen oder mit weiblichen Häftlingen an.

Gedenkzeichen: An einigen ehemaligen Außenlagerstandorten erinnern Informations- und Gedenktafeln, Mahnmale oder Ausstellungen an die Geschichte des Ortes. Der Filter ermöglicht es, nach der Art des Gedenkzeichens zu unterscheiden oder gezielt Orte anzuzeigen, an denen bislang kein sichtbares Gedenkzeichen vorhanden ist.

Akteur*in vor Ort: Die Erinnerung an die Außenlager wird häufig von zivilgesellschaftlichen, staatlich geförderten oder staatlichen Akteur*innen getragen, etwa von Initiativen und Vereinen, Gedenkstätten oder Stadtarchiven. Der Filter zeigt an, welche Art von Institution oder Gruppe sich vor Ort engagiert. An manchen Standorten sind mehrere Einrichtungen aktiv.

Bezeichnung: Außenlager hatten häufig mehrere Bezeichnungen, die sich nach dem Ort oder dem Unternehmen richteten, sowie verschiedene Tarnnamen. Der Filter berücksichtigt in erster Linie den Ort, in einigen Sonderfällen zusätzlich das Unternehmen oder den Tarnnamen.