Schönebeck (NARAG)
Neben dem Männeraußenlager „Julius“ richtete die SS noch im März 1945 ein weiteres Lager in Schönebeck ein. Im Auftrag der „Nationale Radiator GmbH“ (kurz: NARAG) mussten sie Zwangsarbeit bei der Produktion der Flugbombe „V 1“ leisten. Über die Lebensbedingungen der etwa 400 Häftlinge vor Ort ist wenig bekannt. Belegt sind aber sieben Todesfälle des NARAG-Außenlagers. Es gibt keine gesicherten Informationen zu der Räumung. Vermutlich wurde das Lager gemeinsam mit dem Außenlager „Julius“ am 11. April geräumt und die Häftlinge auf einen dreiwöchigen Todesmarsch in Richtung Norden getrieben. Wie viele während des Todesmarsches fliehen konnten oder umgebracht wurden, ist nicht bekannt.
Historische Situation
Gegründet
3. März 1945
Aufgelöst
11. April 1945
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
400
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Der Betrieb wurde 1969 in Volkseigentum überführt und ging Anfang der 1990er Jahre in Insolvenz. Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
Stadtarchiv Schönebeck (Elbe)
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