Gelsenkirchen

Ein alliierter Luftangriff zerstörte im Juni 1944 das Hydrierwerk der Gelsenberg Benzin AG, welche Flugbenzin herstellte. Um das Werk wiederaufzubauen, richtete die SS Anfang Juli 1944 ein Frauenaußenlager ein. Zur Zwangsarbeit wurden 2.000 ungarische Jüdinnen aus Auschwitz-Birkenau nach Gelsenkirchen-Horst gebracht. Mindestens 140 Frauen verloren im Außenlager ihr Leben. Im September 1944 wurde das Lager bei einem Luftangriff getroffen, mindestens 138 Frauen wurden dabei getötet. In der Folge verlegte die SS die überlebenden 1.216 Häftlinge in das Außenlager Sömmerda. Bereits im August 1944 wurden bereits 500 Frauen für die Zwangsarbeit in Essen (Humboldtstraße) ausgewählt.

Historische Situation

Gegründet

4. Juli 1944

Aufgelöst

15. September 1944

Häftlinge

Frauenlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

2.000

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Informationstafel, Mahnmal

Anmerkungen zum Standort

Auf Initiative der Jüdischen Kultusgemeinde wurde 1948 unweit des Lagergeländes ein Mahnmal in Erinnerung an die jüdischen Zwangsarbeiterinnen eingerichtet, die bei dem Luftangriff am 11. September 1944 getötet wurden. Anfang der 1950er Jahre wurde der Gedenkstein an den Südrand des Friedhofs Horst-Süd verlegt. Seit 2003 befindet sich dort auch eine Informationstafel mit 140 Namen und Daten von getöteten Jüdinnen.

Institut für Stadtgeschichte

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Aktuelle Dokumente

Standort des Außenlagers Gelsenkirchen-Horst.
Standort des Außenlagers Gelsenkirchen-Horst.

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