Sonneberg
Das Männeraußenlager im „Thüringer Zahnradwerk“ bei der Maschinenbaufirma G. E. Reinhardt in Sonneberg wurde im September 1944 eingerichtet. Bei den bis zu 470 Häftlingen handelte es sich überwiegend um polnische und ungarische Juden. In der Buchenwalder Lagerverwaltung galt das Lager als „jüdisches Außenkommando“. Mindestens fünf Männer kamen in Sonneberg ums Leben. Vermutlich am 3. April 1945 trieb die SS die 467 im Lager verbliebenen Männer auf einen Todesmarsch. Nach einigen Tagen kehrte die SS mit den Häftlingen jedoch nach Sonneberg zurück. Am 9. oder 10. April zwang die SS die noch lebenden Männer auf einen weiteren Todesmarsch. Wochenlang irrten die Gefangenen auf wechselnden Marschrouten Richtung Tschechoslowakei. Erst Anfang Mai wurde die Marschkolonne durch die US-Armee im heutigen Tschechien befreit. Überlebende berichteten von deutlich mehr als 100 Toten auf den beiden Todesmärschen.
Historische Situation
Gegründet
14. September 1944
Aufgelöst
3. April 1945
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
476
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Gedenktafel, Mahnmal
Anmerkungen zum Standort
Vor Ort existiert seit 1977 ein Gedenkstein in der Hallstraße (ca. ein Kilometer nördlich des eigentlichen Geländes) sowie ein weiterer auf dem „Schustershieb“ für die Opfer des Todesmarsches. Entlang der Marschroute des Todesmarsches stehen 13 Metalltafeln mit Informationen zum Thema.
Kontakt zum Förderverein Buchenwald
Für Fragen, Hinweise oder Ergänzungen wenden Sie sich bitte an:
Förderverein Buchenwald
Schwanseestraße 143
99427 Weimar
03643 747540
info@foerderverein-buchenwald.de
oder nutzen Sie unser Kontaktformular.