Altenburg (Frauen)

Das Frauenaußenlager Altenburg des KZ Buchenwald durchliefen mehr als 3.500 Frauen. Sie mussten für die Hugo-Schneider AG (HASAG) Zwangsarbeit zur Munitions- und Panzerfaustproduktion leisten. Sie kamen aus ganz Europa, insbesondere aus Polen, Russland und Ungarn. Mindestens zehn Frauen kamen ums Leben, hunderte weitere wurden nach Ravensbrück, Auschwitz und später nach Bergen-Belsen deportiert. Im April 1945 trieb die SS die verbleibenden Frauen auf einen Todesmarsch.

Historische Situation

Gegründet

1. August 1944

Aufgelöst

12. April 1945

Häftlinge

Frauenlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

3.500

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Ausstellung, Gedenktafel

Anmerkungen zum Standort

Die Werksanlagen wurden 1945 von amerikanischen Soldaten gesprengt, das Gelände während der DDR-Zeit neu bebaut. Am 8. Mai 2006 wurde mit einem öffentlichen Akt am ehemaligen Verwaltungsgebäude der Hasag in der Poststraße eine Gedenktafel an der Außenfassade angebracht und eingeweiht. Sie trägt folgenden Text: „Gelände des KZ Außenlagers Altenburg 1944/45. Während der Jahre des zweiten Weltkrieges mussten im Zweigwerk Altenburg der Hugo-Schneider AG (Hasag) Tausende Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge für die Rüstung arbeiten. Am 1. August 1944 eröffnete die SS hier ein KZ-Außenlager für Frauen, das ab 1944 von Buchenwald verwaltet wurde. Die mehr als 2.400 Frauen und Mädchen aus vielen europäischen Ländern, darunter Polinnen, ungarische Jüdinnen, Sinti und Roma, arbeiteten täglich zwölf Stunden. Später kam ein Außenlager für Männer hinzu. Mindestens zehn Frauen und zwei Männer kamen hier ums Leben. Hunderte Kranke und Schwache wurden nach Ravensbrück und Buchenwald zurückgeschickt oder in Auschwitz ermordet. Am 12. April 1945 räumte die SS das Lager. Seine Insassen gingen in den Todesmarsch. Unser Schicksal sei Euch Warnung und nicht Legende.“ Im Treppenhausbereich des ehemaligen Direktionsgebäudes befindet sich eine kleine Ausstellung, die Zeugnis sein soll. Geplant sind zwei weitere Räume zur Thematik. Einer davon ist als Ausstellungsraum gedacht und der zweite soll Schulklassen die Möglichkeit bieten, zu dieser Thematik zu arbeiten.

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