Altenburg (Männer)

Das Außenlager Altenburg des KZ Buchenwald diente der Hugo-Schneider-AG (HASAG) als Zwangsarbeitsort für die Rüstungsproduktion. Neben dem bereits existierenden Frauenaußenlager richtete die SS im November 1944 ein kleineres Männeraußenlager mit insgesamt 227 Männern ein. Im Lager starben zwei Männer, die auf dem städtischen Friedhof beigesetzt wurden. Am 12. April räumte die SS das Lager. Die Männer und Frauen mussten vermutlich in Richtung Glauchau marschieren, ein Teil wurde in Waldenburg von US-Truppen befreit.

Historische Situation

Gegründet

27. November 1944

Aufgelöst

12. April 1945

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

227

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Ausstellung, Gedenktafel

Anmerkungen zum Standort

Am 8. Mai 2006 wurde mit einem öffentlichen Akt am ehemaligen Verwaltungsgebäude des Rüstungskonzerns in der Poststraße eine Gedenktafel an der Außenfassade angebracht und eingeweiht. Sie trägt folgenden Text: „Gelände des KZ Außenlagers Altenburg 1944/45 Während der Jahre des zweiten Weltkrieges mussten im Zweigwerk Altenburg der Hugo-Schneider AG (Hasag) Tausende Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge für die Rüstung arbeiten. Am 1. August 1944 eröffnete die SS hier ein KZ-Außenlager für Frauen, das ab 1944 von Buchenwald verwaltet wurde. Die mehr als 2.400 Frauen und Mädchen aus vielen europäischen Ländern, darunter Polinnen, ungarische Jüdinnen, Sinti und Roma, arbeiteten täglich zwölf Stunden. Später kam ein Außenlager für Männer hinzu. Mindestens zehn Frauen und zwei Männer kamen hier ums Leben. Hunderte Kranke und Schwache wurden nach Ravensbrück und Buchenwald zurückgeschickt oder in Auschwitz ermordet. Am 12. April 1945 räumte die SS das Lager. Seine Insassen gingen in den Todesmarsch. Unser Schicksal sei Euch Warnung und nicht Legende.“ Im Treppenhausbereich des ehemaligen Direktionsgebäudes befindet sich eine kleine Ausstellung, die Zeugnis sein soll. Geplant sind zwei weitere Räume zur Thematik. Einer davon ist als Ausstellungsraum gedacht und der zweite soll Schulklassen die Möglichkeit bieten, zu dieser Thematik zu arbeiten.

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