Annaburg
Ab Januar 1945 bestand in Annaburg ein Männeraußenlager mit etwa 100 Häftlingen aus Buchenwald, überwiegend sowjetischen Kriegsgefangenen. Sie wurden in 12-Stunden-Schichten für die Siebel Flugzeugwerke GmbH zur Zwangsarbeit herangezogen. Bereits seit August 1944 wurde in einem weiteren Siebel-Werk bei Halle an der Saale KZ-Häftlinge zur Zwangsarbeit herangezogen. Vom Barackenlager am Weißen Berg mussten sie täglich etwa 6,5 Kilometer zu den Produktionsstätten und zurückmarschieren. Nach Schließung der Fabrik wurden die Häftlinge zurück nach Buchenwald deportiert; die Baracken wurden später abgebaut.
Historische Situation
Gegründet
8. Januar 1945
Aufgelöst
16. März 1945
Baubeginn des Lagers war nach Zeugenaussagen von Bürgern des Kreises im September oder Oktober 1944. Der Arbeitseinsatz der Häftlinge begann laut Unterlagen des KZ Buchenwald am 8. Januar 1945.
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
100
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
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