Aschersleben (Frauen)
Zusätzlich zum bereits existierenden Lager Aschersleben (Männer) wurde in Aschersleben im Januar 1945 ein Frauenaußenlager mit 500 jüdischen Frauen eingerichtet. Die Häftlinge mussten im Auftrag der Junkers Flugzeug- und Motorenwerk AG Zwangsarbeit leisten. Fünf Frauen kamen in den drei Monaten der Existenz des Lagers vor Ort ums Leben. Im April 1945 wurden die verbliebenen 495 Frauen von der SS auf einen Todesmarsch in Richtung Torgau/Delitzsch getrieben. 252 dieser Frauen kamen am 24. April 1945 in Theresienstadt an. Die übrigen Frauen erlebten erst um den 8. Mai 1945 auf einem Bahntransport bei Leitmeritz (Litoměřice) ihre Befreiung.
Historische Situation
Gegründet
2. Januar 1945
Aufgelöst
11. April 1945
Häftlinge
Frauenlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
500
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Gedenktafel
Anmerkungen zum Standort
Die Werkstätten existieren heute nicht mehr. 1977 wurde ein Gedenkstein für die Opfer der Außenlager in Aschersleben eingeweiht. Später wurde auf dem ehemaligen Werksgelände auch eine Tafel angebracht.
Stadtarchiv Aschersleben
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