Bad Salzungen („Ludwig Renntier“)

Das Männeraußenlager wurde Anfang Januar 1945 mit bis zu 850 Häftlingen eingerichtet. Im Auftrag der BMW Flugmotorenfabrik mussten sie täglich bis zu 15 Stunden Planierungs- und Betonierungsarbeiten ausführen. Der überwiegende Teil der Häftlinge war unterirdisch im Kalischacht „Kaiseroda I“ in 300 Metern Tiefe untergebracht. Jeweils nach einigen Wochen wurden die kranken und entkräfteten Gefangenen ins Hauptlager zurückgeschickt und durch neue ersetzt. Belegt sind 24 Todesfälle im Außenlager. Vermutlich am 3. April 1945 wurden die verbliebenen 693 Häftlinge auf einen Todesmarsch in das KZ Buchenwald getrieben. 26 Männer waren unterwegs ermordet worden oder gelang die Flucht.

Historische Situation

Gegründet

5. Januar 1945

Aufgelöst

3. April 1945

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

850

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Gedenktafel, Mahnmal

Anmerkungen zum Standort

Im Rathenau-Park in Bad Salzungen wurde 1956 ein Ehrenfriedhof mit Gedenktafel eingeweiht. Im Dezember 2024 wurde auf Initiative von vier Schülerinnen des Dr.-Sulzberger-Gymnasiums ein Gedenkstein am Hämbach-Stollen eingeweiht.

Aktuelle Dokumente

Gedenkstein in Hämbach, einem Ortsteil von Bad Salzungen
Gedenkstein in Hämbach, einem Ortsteil von Bad Salzungen

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