Billroda
Das „SS-Sonderkommando Billroda“ war die letzte Außenlagergründung des KZ Buchenwald. Ab Mitte März 1945 mussten mehr als 500 Männer beim Untertageverlagerungsprojekt der Gustloff-Werke in einem stillgelegten Salzschacht „Burggraf“ Zwangsarbeit leisten. Die meisten der zur Zwangsarbeit eingesetzten Häftlinge arbeiteten zuvor im Hauptwerk der Gustloff-Werke im Außenlager Weimar sowie im Gustloff-Werk im Stammlager Buchenwald. Am 8. April wurde das Lager geräumt und die verbliebenen 490 Männer mussten zurück in das Hauptlager marschieren, wo 488 von ihnen einen Tag vor der Befreiung Buchenwalds am 11. April 1945 registriert wurden.
Historische Situation
Gegründet
20. März 1945
Aufgelöst
8. April 1945
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
500
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Informationstafel, Mahnmal
Anmerkungen zum Standort
Der Schacht Burggraf wurde in den 1960er Jahren geschlossen und fast alle zum ehemaligen Außenlager gehörenden Gebäude abgerissen. Seit 2006 befindet sich ein Gedenkstein mit Gedenkplatte und einer Hinweistafel nahe dem ehemaligen Schacht Burggraf. Auf dem Friedhof Billroda gibt es eine Grabstätte, die zu DDR-Zeiten als Grabstätte zweier lettischer KZ-Häftlinge galt. Diese kamen jedoch erst am 28. April 1945 zu Tode und erscheinen beide nicht in Häftlingslisten, so dass bisher nicht auszuschließen ist, dass es sich nicht um Häftlinge des Außenlagers, sondern um Zwangsarbeiter aus der örtlichen Landwirtschaft handeln könnte.
Kontakt zum Förderverein Buchenwald
Für Fragen, Hinweise oder Ergänzungen wenden Sie sich bitte an:
Förderverein Buchenwald
Schwanseestraße 143
99427 Weimar
03643 747540
info@foerderverein-buchenwald.de
oder nutzen Sie unser Kontaktformular.