Bochum (Bochumer Verein)
Für die „Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation AG“ mussten ab Juni 1944 zusätzlich zu den über 5.000 ausländischen Zwangsarbeitenden über 1.700 meist jüdische Häftlinge Zwangsarbeit leisten. Das Männeraußenlager entstand auf Initiative des Unternehmens, die Unterbringung erfolgte auf dem Werksgelände mitten in Bochum. Mindestens 127 Todesfälle sind für das Lager belegt. An die zweihundert schwerkranke Männer wurden in das Stammlager Buchenwald transportiert, wo die meisten von ihnen den Tod fanden. Am 17. März 1945 wurden die verbliebenen 1.340 Männer mit weiteren Häftlingen des Bochumer Außenlagers EHW per Zug nach Buchenwald gebracht. Erst am 21. März kamen die Männer der beiden Bochumer Lager an. Mindestens 16 Menschen überlebten die Fahrt nicht, weitere starben in den Tagen nach der Ankunft im Kleinen Lager von Buchenwald.
Historische Situation
Gegründet
27. Juni 1944
Aufgelöst
17. März 1945
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
1.700
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Mahnmal
Anmerkungen zum Standort
Seit 2018 erinnert eine so genannte Stolperschwelle des Kölner Künstlers Gunter Demnig, seit 2019 ausserdem ein vom Bochumer Künstler Marcus Kiel gestaltetes Mahnmal an das ehemalige Lager.
Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Aktuelle Dokumente
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