Dernau

Ab August 1944 mussten bis zu 206 Männer aus dem KZ Buchenwald im Außenlager „Rebstock“ bei Dernau Zwangsarbeit leisten. Die Firma Gollnow und Sohn montierte dort die Elektrik von mobilen Startanlagen für Raketen. Die Häftlinge waren zunächst in drei Baracken untergebracht, ab Mitte November 1944 unter Tage in Eisenbahntunneln. Für das Außenlager sind keine Todesfälle bekannt. Drei von dort nach Buchenwald zurückgeschickte kranke Männer starben nach zwei Wochen im Stammlager. Im Dezember 1944 wurden die Häftlinge nach Artern verlegt.

Historische Situation

Gegründet

21. August 1944

Aufgelöst

14. Dezember 1944

Die Arbeit im Lager „Rebstock“ wurde bereits im Oktober 1943 begonnen. Häftlinge aus dem KZ Buchenwald wurden erstmals im August 1944 eingesetzt. Im Dezember 1944 wurde das Lager nach Artern verlegt.

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

206

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Ausstellung, Gedenktafel

Anmerkungen zum Standort

Die Tunnel wurden ab Ende der 1950er Jahre als bauliche Grundlage für den Regierungsbunker der Bundesrepublik Deutschland genutzt. Seit 2008 besteht dort die „Dokumentationsstätte Regierungsbunker“, die auch über die Vorgeschichte des Ortes als Außenlager informiert. An der Weinbergsmauer oberhalb der Zaungartenstraße in Dernau ist eine Gedenktafel angebracht: „Zum Gedenken an das Außenlager des KZ Buchenwald 21.8.1944 - 13.12.1944 und allen Opfern des Nationalsozialismus. Den Lebenden zur Mahnung“.

Dokumentationsstätte Regierungsbunker

Kontakt

Dokumentationsstätte Regierungsbunker Am Silberberg 0 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

02641 9117053 regbu.de

Aktuelle Dokumente

Die Gedenktafel in Dernau.
Die Gedenktafel in Dernau.

Kontakt zum Förderverein Buchenwald

Für Fragen, Hinweise oder Ergänzungen wenden Sie sich bitte an:

Förderverein Buchenwald
Schwanseestraße 143
99427 Weimar

03643 747540
info@foerderverein-buchenwald.de

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Bitte rechnen Sie 2 plus 6.