Dortmund (Hüttenverein)
Anfang Oktober 1944 wurde auf dem Gelände der „Dortmund-Hörder-Hüttenverein AG“ ein Frauenaußenlager des KZ Buchenwald eingerichtet. Bis zu 747 Häftlinge aus Ravensbrück, überwiegend Polinnen, mussten dort in einer Geschossfabrik Zwangsarbeit leisten. Viele von ihnen wurden während des Warschauer Aufstandes gefangen genommen. Die Jüngste war erst 13 Jahre alt. Mindestens elf Frauen starben vor Ort, weitere wurden nach Ravensbrück zurückgeschickt. Mitte März 1945 wurde das Lager aufgelöst und die verbliebenen Häftlinge nach Bergen-Belsen verlegt. 86 Frauen konnten unterwegs fliehen, ihr Schicksal ist unbekannt.
Historische Situation
Gegründet
1. Oktober 1944
Aufgelöst
16. März 1945
Häftlinge
Frauenlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
747
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Ausstellung, Mahnmal
Anmerkungen zum Standort
In dem Gebäude befindet sich heute eine Ausbildungsstätte der Handwerkskammer Dortmund. Seit Ende 2022 kennzeichnet ein Mahnmal den Ort des ehemaligen Außenlagers. In der Dortmunder Steinwache ist seit 1992 die Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933 - 1945“ zu sehen.
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