Doullens (V. SS-Baubrigade)

Doullens wurde im Frühjahr 1944 der Hauptstandort der insgesamt 2.526 Häftlinge umfassenden V. SS-Baubrigade. Nebenlager der Baubrigade V waren in Aumale, Rouen und Hesdin. Die Männer wurden überwiegend für den Bau von Abschussanlagen der „V1“ und „V2“-Raketen, Bunkern, Straßen, Schienen und Schützengräben eingesetzt. Um Hilfsaktionen der französischen Bevölkerung zu verhindern, wählte die SS Häftlinge, die kein Französisch sprachen, aus. Für das Lager in Doullens sind zehn Todesfälle belegt. Aufgrund des Vormarsches der Alliierten wurden die Häftlinge der Baubrigade V ab August 1944 abgezogen und auf unterschiedliche Lager im Harz aufgeteilt.

Historische Situation

Gegründet

März 1944

Aufgelöst

August 1944

Die Häftlinge aus dem KZ Buchenwald und der dem KZ Neuengamme zugeordneten II. SS-Baubrigade wurden im Frühjahr 1944 in der III. SS-Baubrigade in Köln zusammengezogen und von dort ab Mitte März 1944 in vier Transporten nach Frankreich geschickt. Der Hauptstandort der V. SS-Baubrigade war Doullens, von dort aus wurden sie in mehrere Unterlager verteilt, unter anderem nach Aumale, Hesdin und Rouen. Auf Grund des Vormarsches der Alliierten wurde die Baubrigade ab August 1944 abgezogen. Organisatorisch blieb sie bis zu ihrer Übernahme durch das KZ Mittelbau im Oktober 1944 bestehen.

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

2.526

Gedenkzeichen

Anmerkungen zum Standort

Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.

La Citadelle de Doullens

Kontakt

Projekt „Somme Patrimoine“

www.citadelle-de-doullens.fr

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