Duderstadt

Im Auftrag des Rüstungsbetriebs Polte-Werke OHG richtete die SS im November 1944 ein Frauenaußenlager in Duderstadt ein. 750 Jüdinnen, größtenteils aus Ungarn, mussten dort täglich zwölf Stunden unter menschenunwürdigen Bedingungen Fliegermunition herstellen. Untergebracht waren sie in zwei Holzbaracken am Euzenberg. Mindestens vier Frauen sowie ein im Lager geborenes Kind kamen ums Leben. Anfang April 1945 wurden die überlebenden Frauen über drei Wochen mit dem Zug nach Theresienstadt deportiert. Während des Transports gab es nach unterschiedlichen Quellen zwischen sieben und bis zu 28 Tote. Die Überlebenden wurden am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit.

Historische Situation

Gegründet

4. November 1944

Aufgelöst

5. April 1945

Das vom KZ Buchenwald verwaltete Außenlager wurde am 7. November 1944 eingerichtet, die für den Einsatz abgestellten Frauen trafen wahrscheinlich schon am 4. November 1944 in Güterwaggons ein.

Häftlinge

Frauenlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

750

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Mahnmal

Anmerkungen zum Standort

Auf dem Gelände des während der NS-Zeit zerstörten jüdischen Friedhofs befindet sich seit 1953 ein Denkmal für die jüdischen Einwohner von Duderstadt, insbesondere für die Opfer des Völkermords an den europäischen Juden. Am Ort des ehemaligen Polte-Werks befindet sich heute ein Gewerbegebiet. Seit 1994 erinnert vor Ort ein Gedenkstein an das Außenlager.

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