Düsseldorf („Berta“)

Unter dem Decknamen „Berta“ richtete die SS Anfang November 1943 in den Hallen der Rheinmetall-Borsig AG in Düsseldorf-Flingern ein Männeraußenlager ein. Die zeitweise mehr als 660 männlichen Häftlinge mussten in der Produktion von Raketenteilen arbeiten. Mindestens 21 Menschen kamen vor Ort ums Leben, sie starben an Tuberkulose, Vergiftungen oder wurden bei Fluchtversuchen erschossen. Anfang März 1945 wurde das Lager aufgelöst und die verbliebenen Häftlinge zurück nach Buchenwald getrieben. Wie viele von ihnen überlebten, ist nicht bekannt.

Historische Situation

Gegründet

1. November 1943

Aufgelöst

3. März 1945

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

660

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Mahnmal

Anmerkungen zum Standort

In Düsseldorf besteht seit 1987 eine Mahn- und Gedenkstätte, die allen Düsseldorfer Opfern des Nationalsozialismus gewidmet ist. Gemeinsam mit mehreren Düsseldorfer Schulen führte die Mahn- und Gedenkstätte 2017 das Projekt „Erinnerungszeichen KZ-Außenlager“ durch. Dabei übernahmen fünf Schulen aus der Nähe der historischen Standorte die Aufarbeitung je eines Lagers. Die Ergebnisse wurden auf einer Website veröffentlicht (www.kz-aussenlager-duesseldorf.de). Zudem entstanden während des Projekts einheitlich gestaltete Erinnerungszeichen, ein aus Kettengliedern bestehendes Tor mit einer ausgeschnittenen Häftlingsfigur, die an den ehemaligen Standorten der fünf Düsseldorfer Außenlager installiert wurden.

Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

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