Düsseldorf-Derendorf

In der Rather Straße in Düsseldorf-Derendorf entstand im September 1944 ein Männeraußenlager der Rheinmetall-Borsig AG. Es wurde an das bereits vorhandene Düsseldorfer Lager „Berta“ angegliedert. Die bis zu 300 Häftlinge waren auf dem Fabrikgelände untergebracht. Bei einem Luftangriff im November 1944 kamen elf von ihnen um Leben. Im März 1945 wurden die verbliebenen Häftlinge zu Fuß und per Zug zurück nach Buchenwald getrieben. Wie viele von ihnen überlebten, ist nicht bekannt.

Historische Situation

Gegründet

1. September 1944

Aufgelöst

3. März 1945

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

300

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Mahnmal

Anmerkungen zum Standort

In Düsseldorf besteht seit 1987 eine Mahn- und Gedenkstätte, die allen Düsseldorfer Opfern des Nationalsozialismus gewidmet ist. Gemeinsam mit mehreren Düsseldorfer Schulen führte die Mahn- und Gedenkstätte 2017 das Projekt „Erinnerungszeichen KZ-Außenlager“ durch. Dabei übernahmen fünf Schulen aus der Nähe der historischen Standorte die Aufarbeitung je eines Lagers. Die Ergebnisse wurden auf einer Website veröffentlicht (http://www.kz-aussenlager-duesseldorf.de). Zudem entstanden während des Projekts einheitlich gestaltete Erinnerungszeichen, ein aus Kettengliedern bestehendes Tor mit einer ausgeschnittenen Häftlingsfigur, die an den ehemaligen Standorten der fünf Düsseldorfer Außenlager installiert wurden.

Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

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