Eisenach
Im Eisenacher Ortsteil Dürrerhof wurde im März 1944 im Auftrag von BMW ein Männeraußenlager des KZ Buchenwald aufgebaut. Bis zu 630 Häftlinge mussten dort in der Produktion von Flugzeugteilen arbeiten. Untergebracht waren sie in der Werkhalle M1, direkt auf dem Werksgelände. Mindestens zwei Häftlinge starben an Krankheiten, drei weitere wurden nach einem Fluchtversuch von der SS im Lager erhängt. Ab August 1944 verlegte die SS einen Teil der Gefangenen nach Abteroda, wo ein weiteres Außenlager für BMW eingerichtet wurde. Mitte Februar 1945 wurde das Außenlager aufgelöst und die Häftlinge wurden zurück nach Buchenwald geschickt.
Historische Situation
Gegründet
14. März 1944
Aufgelöst
16. Februar 1945
Nach dem Bericht eines ehemaligen Häftlings kam der erste Transport bereits im Winter 1943 in Eisenach an, eine Transportliste aus den Archiven des Internationalen Suchdienstes nennt hingegen den 14. März 1944 als Gründungsdatum.
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
630
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Mahnmal
Anmerkungen zum Standort
Das Werk wurde nach Kriegsende geschleift, teilweise ist das Areal mit einer Kleingartenanlage überbaut. Später befand sich hier auch eine Mülldeponie, große Teile sind von Grün überwuchert. Bei genauem Hinsehen sind allerdings noch bauliche Reste der einstigen Anlage erkennbar. 2006 wurde am Eingang des ehemaligen Werksgeländes eine Gedenkstele errichtet mit der Inschrift: „Im Gedenken an die KZ-Häftlinge des Außenkommandos ‚Emma‘ des KZ Buchenwald und die Zwangsarbeiter im früheren BMW Flugmotorenwerk Dürrerhof“.
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