Ellrich-Bürgergarten (IV. SS-Baubrigade)

Ab Mitte Mai 1944 wurde die zuvor in Wuppertal stationierte IV. SS-Baubrigade nach Ellrich verlegt. Die durchgängig über 800 Männer wurden in der Gaststätte „Bürgergarten“ untergebracht. Sie mussten überwiegend im Gleisbau Zwangsarbeit leisten. Im Oktober 1944 wurde das Lager dem KZ Mittelbau unterstellt, ob es bis dahin zu Todesfällen kam, ist nicht bekannt. Im April 1945 wurde ein Teil der Gefangenen beim Massaker in der Isenschnibber Feldscheune ermordet, die anderen auf einen Todesmarsch getrieben.

Historische Situation

Gegründet

17. Mai 1944

Aufgelöst

28. Oktober 1944

Das Außenlager unterstand zunächst dem KZ Buchenwald, ab 28. Oktober 1944 dem KZ Mittelbau. Im Januar 1945 wurde es formal dem KZ Sachsenhausen unterstellt, blieb jedoch organisatorisch eng an das KZ Mittelbau angebunden.

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

800

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Gedenktafel

Anmerkungen zum Standort

Das ehemalige Hauptgebäude des Lagers wurde nach 1945 als Wohnhaus genutzt und 1998 abgerissen. An seinem Standort erinnert eine Hinweistafel an das ehemalige Lager.

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