Elsnig
Im Oktober 1944 richtete die SS in Elsnig ein Frauenaußenlager mit 750 polnischen Jüdinnen aus dem KZ Bergen-Belsen ein. Auftraggeber war die Westfälisch-Anhaltische Sprengstoff AG (WASAG). Mindestens drei Frauen kamen vor Ort ums Leben. Am 13. April 1945 deportierte die SS die Häftlinge in Viehwaggons Richtung KZ Ravensbrück. Nach einwöchiger Irrfahrt geriet der Deportationszug am 20. April am Güterbahnhof Seddin, bei Potsdam, in einen alliierten Luftangriff. Wie viele Frauen hierbei ums Leben kamen, ist weiterhin nicht bekannt. Eine Woche später wurden die Überlebenden von der Roten Armee befreit.
Historische Situation
Gegründet
16. Oktober 1944
Aufgelöst
13. April 1945
Häftlinge
Frauenlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
750
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Unmittelbar nach der Auflösung des Lagers wurden die Baracken demontiert und der Standort wieder als Ackerfläche hergerichtet. Seitdem wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt. Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
Dommitzscher Geschichtsverein e. V. / Stadt- und Heimatmuseum Dommitzsch
Das Heimatmuseum der Stadt Dommitzsch wurde in Fortsetzung der Tradition des ersten Museums des Jahres 1929 in den Jahren 1980 bis 1985 im Haus einer ehemaligen Apotheke in der Torgauer Straße wieder aufgebaut. In den Jahren 1997 bis 1999 erfolgte eine umfangreiche Überarbeitung und Neugestaltung der Inhalte der Ausstellungen. Das Haus selbst, wahrscheinlich 1716 im Fachwerkstil errichtet, gilt als eines der ältesten der Stadt Dommitzsch und steht unter Denkmalschutz. Heute ist es nicht nur Museum, sondern auch Tagungs- und Arbeitsstätte des „Dommitzscher Geschichtsvereins“ (gegründet im Jahr 1992), dem auch die inhaltliche Betreuung des Museums obliegt. Gegenwärtig wird in 13 Räumen mit insgesamt 300 m² Ausstellungsfläche mittels historischer und rekonstruierter Exponate, Fotos, Grafiken und Anschauungstafeln in selbsterläuternder Form die Stadtgeschichte veranschaulicht und die ortsspezifische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Struktur und Entwicklung der Stadt Dommitzsch dargestellt. Grundlage dafür waren ausgewählte Dokumente und Archivalien sowie Chroniken der Stadtgeschichte.
Autor*in: Stadtverwaltung Dommitzsch
Kontakt
Marko Feja Commendestraße 2 04880 Dommitzsch
Hinweise zum Besuch
Das Museum der Stadt Dommitzsch in der Torgauer Straße 39 ist im Moment geschlossen. Besuche und Führungen sind auf Anfrage und nach rechtzeitiger Anmeldung über den Kontakt (Tel. Tourismusinformation 034223 43924) der Stadtverwaltung Dommitzsch möglich.
Termine
Tag der offenen Tür zum internationalen Museumstag. In diesem Jahr am 17. Mai 2026.
Kontakt zum Förderverein Buchenwald
Für Fragen, Hinweise oder Ergänzungen wenden Sie sich bitte an:
Förderverein Buchenwald
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