Goslar

Das Männeraußenlager im Goslarer Stadtteil Baßgeige bestand mit Unterbrechungen von Ende November 1940 bis Anfang Dezember 1942. Es handelt sich um eines der ersten Außenlagergründungen des KZ Buchenwald. Die ersten etwa 135 Häftlinge mussten Erd- und Bauarbeiten für die SS-Neubauleitung leisten. Ende November 1941 wurden alle 135 Männer zurück in das Hauptlager Buchenwald überstellt. Im Mai 1942 brachte die SS 40 Männer nach Goslar. Sie blieben bis zum 9. Oktober 1942. In einer letzten Lagerphase brachte die SS 20 Häftlinge nach Goslar. Insgesamt kamen mindestens vier Männer ums Leben, darunter der ehemalige KPD-Landtagsabgeordnete und ehemalige Kapo des Buchenwalder Häftlingskrankenbaus Walter Krämer, der auf Geheiß des Buchenwalder Lagerkommandanten Karl Otto Koch ermordet wurde.

Historische Situation

Gegründet

25. November 1940

Aufgelöst

7. Dezember 1942

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

135

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Gedenktafel, Mahnmal

Anmerkungen zum Standort

Vor Ort befindet sich heute ein Gedenkstein, initiiert vom Verein „Spurensuche Harzregion e.V.“.

Spurensuche Harzregion e.V.

Wir sind ein 1998 gegründeter Zusammenschluss historisch und politisch interessierter Harzer Bürgerinnen und Bürger, die begannen, das verdrängte Stück Geschichte der in Harzer Betrieben eingesetzten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter während der NS-Herrschaft aufzuarbeiten. Da die Meldekarten von über 5000 in den Jahren 1939–1945 in Goslar beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern im Stadtarchiv Goslar erhalten geblieben sind, begannen wir, anhand dieser Daten die heute noch lebenden, ehemals in Goslar beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ausfindig zu machen. Daraus entwickelte sich mit den Jahren eine immer breiter angelegte kritische Aufarbeitung der NS-Geschichte der gesamten Harzregion. Damit verbunden ist eine intensive Aufklärungs-, Informations-, Öffentlichkeits- und Publikationsarbeit.

Die von uns initiierten Erinnerungsstätten

  • am ehemaligen KZ-Außenlager Goslar am Fliegerhorst,
  • entlang der Route der Todesmärsche im Westharz,
  • in der Dauerausstellung des Weltkulturerbes Rammelsberg und
  • in Form von Stolpersteinen in der Stadt Goslar

wurden mittlerweile Orte der Begegnung für die noch Lebenden und ihre Nachkommen. Denn alle Bürgerinnen und Bürger sollten sich der Aufgabe stellen, auch die Menschen nicht zu vergessen, die in der Zeit des Nationalsozialismus hier oft jahrelang gelitten haben.

Seit 2006 geben wir in Zusammenarbeit mit dem Papierflieger Verlag GmbH in Clausthal-Zellerfeld die Reihe „Spuren Harzer Zeitgeschichte“ heraus.

Autor*in: Dr. Friedhart Knolle

Kontakt

Dr. Friedhart Knolle Grummetwiese 16 38640 Goslar

0170 22 09 174 fknolle@t-online.de www.spurensuche-harzregion.de

Hinweise zum Besuch

Dauerhaft besuchbares Mahnmal

Aktuelle Dokumente

Der Gedenkstein in Goslar (© Peter Kamin).
Der Gedenkstein in Goslar © Peter Kamin
Der Gedenkstein in Goslar (© Frank Jacobs).
Der Gedenkstein in Goslar © Frank Jacobs

Termine

Aktuelle Termine des Spurensuche Harzregion e.V. entnehmen Sie bitte www.spurensuche-harzregion.de

Kontakt zum Förderverein Buchenwald

Für Fragen, Hinweise oder Ergänzungen wenden Sie sich bitte an:

Förderverein Buchenwald
Schwanseestraße 143
99427 Weimar

03643 747540
info@foerderverein-buchenwald.de

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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