Hesdin (V. SS-Baubrigade)

Anfang 1944 wurde die SS-Baubrigade V für den Bau von Abschussanlagen der „V1“ und „V2“-Raketen aufgestellt. Ihr Haupteinsatzgebiet war das deutsch besetzte Nordfrankreich mit Hauptstandort in Doullens sowie Nebenlagern in Aumale, Rouen und Hesdin.

Am 26. März 1944 schickte die SS 576 Häftlinge nach Hesdin, um sie auf Baustellen in den umliegenden Wäldern einzusetzen. Mindestens neun Menschen starben im Lager Hesdin. Ab August 1944 wurde die SS-Baubrigade V aufgelöst und die Männer des Standorts Hesdin in das KZ Mittelbau verlegt.

Historische Situation

Gegründet

26. März 1944

Aufgelöst

August 1944

Die Häftlinge aus dem KZ Buchenwald und der dem KZ Neuengamme zugeordneten II. SS-Baubrigade wurden im Frühjahr 1944 in der III. SS-Baubrigade in Köln zusammengezogen und von dort ab Mitte März 1944 in vier Transporten nach Frankreich geschickt. Der Hauptstandort der V. SS-Baubrigade war Doullens, von dort aus wurden sie in mehrere Unterlager verteilt, unter anderem nach Aumale, Hesdin und Rouen. Auf Grund des Vormarsches der Alliierten wurde die Baubrigade ab August 1944 abgezogen. Organisatorisch blieb sie bis zu ihrer Übernahme durch das KZ Mittelbau im Oktober 1944 bestehen.

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

576

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Gedenktafel

Anmerkungen zum Standort

1975 wurde an der ehemaligen Kaserne in Hesdin eine Gedenktafel angebracht sowie ein kleines Museum eingerichtet.

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