Holzen

Unter dem Tarnnamen „Hecht“ richtete die SS im September 1944 in Holzen ein Männeraußenlager des KZ Buchenwald ein. Die über 1.100 Häftlinge mussten im Rahmen der Untertageverlagerung u. a. für die Volkswagenwerk GmbH Zwangsarbeit leisten. Mindestens 31 Männer kamen vor Ort ums Leben. Am 29. März 1945 befanden sich 1.094 Männer im Lager Holzen. 694 Männer wurden Ende März/Anfang April 1945 per Zug in das Hauptlager Buchenwald gebracht, wo sie am 3. April registriert wurden. Am 5. April wurde das Lager endgültig durch die SS geräumt und die verbliebenen Männer per Zug nach Celle gebracht. Dort geriet der Zug am 8. April in einen alliierten Luftangriff, mehrere hundert Menschen starben. Bei einem anschließenden Massaker ermordeten SS, Wehrmacht und Zivilisten mindestens weitere 170 Menschen.

Historische Situation

Gegründet

14. September 1944

Aufgelöst

5. April 1945

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

1.100

Gedenkzeichen

Anmerkungen zum Standort

An den beiden ehemaligen Lagerstandorten erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.

Aktuelle Dokumente

Eine der Hinweistafeln in Holzen.
Eine der Hinweistafeln in Holzen.

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