Köln-Deutz (Köln-Stadt)
Mit der Verlegung der III. SS-Baubrigade von Köln-Deutz nach Wieda forderten der Kölner Gauleiter Josef Grohé und die Stadtverwaltung neue KZ-Häftlinge zur Trümmerbeseitigung an. Mitte August wurde das Männeraußenlager eingerichtet, in dem etwa 300 überwiegend osteuropäische Häftlinge in der Trümmer- und Blindgängerbeseitigung Zwangsarbeit leisten mussten. Todesfälle sind für das Außenlager „Köln-Stadt“ nicht belegt. Am 23. Oktober 1944 wurden die verbliebenen 224 Männer per Bahn nach Buchenwald gebracht. Wenige Tage später wurden fast alle sowjetischen und polnischen Häftlinge in das Außenlager Ohrdruf gebracht.
Historische Situation
Gegründet
16. August 1944
Aufgelöst
23. Oktober 1944
Nach Abzug der III. SS-Baubrigade setzten sich der Kölner Gauleiter Josef Grohé und die Kölner Stadtverwaltung für die Einrichtung des Außenlagers ein, die am 15. August 1944 erfolgte. Nachdem das Barackenlager bei Luftangriffen zerstört worden war und eine alternative Unterkunft nicht gefunden werden konnte, wurde das Lager am 23. Oktober 1944 wieder aufgelöst.
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
300
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Gedenktafel
Anmerkungen zum Standort
Das ehemalige Lagergelände ist heute Teil der Kölner Messe. 1981 wurde auf private Initative eine Gedenktafel angebracht, 1993 durch die Stadt Köln ein Gedenkstein mit Informationstafel. Eine weitere Gedenktafel hängt seit 1990 an der Fußgängerunterführung Bahnhof Köln-Deutz.
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