Kranichfeld

Das Männeraußenlager am Oberschloss Kranichfeld wurde im Mai 1941 eingerichtet. Im Auftrag der „Gesellschaft zur Förderung und Pflege deutscher Kulturdenkmäler e. V.“ hatten die 50 bis 90 Häftlinge „Aufräumungs- und Erhaltungsarbeiten“ zu verrichten. Unter anderem mussten sie Steine aus einem 1,5 Kilometer entfernten Steinbruch zur Burg schleppen. Dokumentiert ist die öffentliche Erhängung eines im Außenlager inhaftierten Mannes. Das Außenlager wurde Anfang 1943 aufgelöst. Zwei spätere zeitweilige Einsätze Buchenwalder Häftlinge im Renaissanceschloss sind dokumentiert.

Historische Situation

Gegründet

24. Mai 1941

Aufgelöst

2. Januar 1943

Das Außenlager wurde Anfang 1943 aufgelöst, jedoch mussten einige Häftlinge in Kranichfeld bleiben und für Bauvorhaben der SS-Verwaltung des Amtes W VIII Zwangsarbeit leisten. Auch in den folgenden Jahren wurden immer wieder KZ-Häftlinge aus anderen Außenlagern (u.a. Tonndorf) sowie aus „Arbeitserziehungslagern“ für einzelne Bauvorhaben nach Kranichfeld überstellt. Die SS verließ Schloss Kranichfeld erst im April 1945.

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

90

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Ausstellung, Gedenktafel

Anmerkungen zum Standort

Im Hof des Schlosses wurde 1994 eine Gedenktafel für die Häftlinge aufgestellt. Im Schloss befindet sich zudem eine kleine Ausstellung, die auch über die Zeit von 1941 bis 1945 informiert.

Förderkreis Oberschloß Kranichfeld e.V.

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