Langensalza
Im Auftrag der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG entstand im Oktober 1944 ein Männeraußenlager in Langensalza. Die Zahl der Häftlinge stieg bald auf über 1.450 an. Das Lager diente auch als zentrales Straflager für entflohene und wiederergriffene Häftlinge. Die Überstellungen erfolgten aus den KZ Auschwitz, Dachau, Flossenbürg, Groß-Rosen, Mauthausen, Natzweiler, Neuengamme, Ravensbrück und Sachsenhausen. Mindestens 15 von ihnen kamen vor Ort ums Leben. 1.240 Männer befanden sich noch Ende März 1945 im Lager in Langensalza. Anfang April 1945 trieb die SS die noch gehfähigen Männer auf einen mehrtägigen Todesmarsch in das 60 Kilometer entfernte Hauptlager Buchenwald. 59 Männer kamen nicht in Buchenwald. Ob ihnen die Flucht gelang oder ob sie durch die SS ermordet wurden, ist nicht belegt.
Historische Situation
Gegründet
20. Oktober 1944
Aufgelöst
1. April 1945
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
1.450
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Mahnmal
Anmerkungen zum Standort
Das ehemalige Lagergelände ist heute eine Kleingartenanlage. 1966 wurde vor Ort (Eingang Fabrikstraße) ein Mahnmal zum Gedenken an 22 umgekommene Häftlinge errichtet. 1984 wurde eine Todesmarschstele an der Ecke Feldstraße / Friedrich-Hahn-Straße eingeweiht.
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