Lippstadt (Westfälische Metallindustrie)

Das Frauenaußenlager „Lippstadt Westfälische Metall-Industrie“ wurde, ergänzend zum bereits existierenden Kommando „Lippstädter Eisen- und Metallwerke“, im November 1944 eingerichtet. Etwa 335 ungarische Jüdinnen mussten hier für die Westfälischen Metall-Industrie AG Zwangsarbeit leisten. Vier schwangere Frauen überstellte die SS in das Todeslager Bergen-Belsen. Vermutlich am 31. März 1945 trieb die SS die Frauen auf Todesmärsche Richtung Osten. Erst Ende April 1945 wurden die Frauen von der Roten Armee bei Pirna befreit.

Historische Situation

Gegründet

20. November 1944

Aufgelöst

31. März 1945

Häftlinge

Frauenlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

335

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Gedenktafel

Anmerkungen zum Standort

Von ursprünglich zwei Gedenktafeln ist heute nur noch jene für das Kommando Lippstadt I in der Graf-Adolf-Straße vorhanden. Die Tafel für Kommando II in der Hospitalstraße wurde gestohlen und bislang nicht wieder erneuert. Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.

Historische Dokumente

Die Standorte der Außenlager Lippstadt I (oben links) und Lippstadt II (unten Mitte).
Die Standorte der Außenlager Lippstadt I (oben links) und Lippstadt II (unten Mitte).

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