Lützkendorf
Im Auftrag der Wintershall A.G. (heute Wintershall Dea) wurde im Juli 1944 bei Lützkendorf ein Männeraußenlager des KZ Buchenwald eingerichtet. Die Höchstbelegung lag bei 924 Häftlingen. Die Männer wurden hauptsächlich zu unterschiedlichen Bau- und Aufräumarbeiten auf dem Gelände des Mineralölwerks eingesetzt. Es sind zahlreiche Rücküberstellungen von Kranken in das Hauptlager Buchenwald dokumentiert. Insgesamt starben mindestens 29 Häftlinge in Lützkendorf. Im Januar 1945 wurden die verbliebenen 363 Häftlinge zum KZ Mittelbau überstellt.
Historische Situation
Gegründet
14. Juli 1944
Aufgelöst
23. Januar 1945
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
924
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Das Werk wurde nach 1945 in den VEB Mineralölwerk Lützkendorf umgewandelt, seit 1990 firmierte es unter dem Namen „Addinol Mineralölwerk GmbH“ und wurde Ende der 1990er Jahre stillgelegt. Die Ortschaft Lützkendorf wurde bereits Anfang der 1960er Jahre im Zuge des Braunkohleabbaus im Geiseltal zerstört. Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
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