Mühlhausen (Männer)
Im Männeraußenlager „Martha“, auch bekannt als „Mühlenwerke AG Mühlhausen“, bei Mühlhausen mussten bis zu 578 männliche Häftlinge aus Buchenwald täglich bis zu zwölf Stunden in der Produktion von Flugzeugmotorteilen arbeiten. Auftraggeber war die Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG. Viele der zur Zwangsarbeit herangezogenen Männer mussten zuvor für den Junkerkonzern in Schönebeck „Julius“ arbeiten. Mindestens 20 schwerkranke Männer brachte die SS in das Hauptlager Buchenwald. Vier von ihnen starben unmittelbar nach der Ankunft. Am 2. April 1945 wurden die Gefangenen von der SS zu Fuß nach Buchenwald zurückgetrieben, wo 569 Männer am 4. April registriert wurden. In den darauffolgenden Tagen wurden viele der Männer auf weitere Todesmärsche getrieben.
Historische Situation
Gegründet
22. April 1944
Aufgelöst
2. April 1945
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
578
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Die Fabrikhallen stehen heute leer. An der Vorderfront befand sich bis Mitte der 1990er Jahre eine Gedenktafel. Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein e.V.
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