Nüxei (III. SS-Baubrigade)
Das Männeraußenlager Nüxei wurde im Juni 1944 als Nebenlager der III. SS-Baubrigade, deren Hauptstandort in Wieda war, gegründet. Die etwa 300 Häftlingen wurden zur Zwangsarbeit entlang der geplanten Helmetalbahn für Gleis-, Rodungs- und Erdarbeiten eingesetzt. Es unterstand bis Ende Oktober 1944 dem KZ Buchenwald, danach dem KZ Mittelbau. Am 6. April 1945 wurden die Männer der SS-Baubrigade III auf Todesmärsche getrieben, viele von ihnen wurden beim Massaker in der Isenschnibber Feldscheune ermordet.
Historische Situation
Gegründet
19. Juni 1944
Aufgelöst
28. Oktober 1944
Das Außenlager Nüxei wurde im Juni 1944 als Nebenlager des Standortes Wieda der III. SS-Baubrigade gegründet. Es unterstand bis Ende Oktober 1944 dem KZ Buchenwald, danach dem KZ Mittelbau.
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
300
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Ausstellung, Gedenktafel, Informationstafel, Mahnmal
Anmerkungen zum Standort
Die Baracken wurden nach Kriegsende abgeräumt, das ehemalige Lagergelände ist heute eine Grasfläche. Dort wurde zunächst ein Gedenkort mit Gedenkstein und Infotafel eingerichtet. Im Herbst 2023 wurde auf dem ehemaligen Gelände ein Informationspavillon errichtet, in diesem Zusammenhang wurde auf der Trasse der Helmetalbahn ein Rundwanderweg mit weiteren Informationstafeln aufgebaut. Von einer der Lagerbaracken existiert noch eine Betonplatte. Hier soll sich nach Aussage eines Überlebenden der Leichenraum befunden haben.
Deutsches Gipsmuseum und Karst-Wanderweg e.V.
Unser Verein wurde 2003 unweit des Außenlagers Nüxei in dem ehemaligen Zollkrug gegründet. Die Gründerinnen und Gründer waren geologisch und historisch interessierte Südharzer Bürgerinnen und Bürger. Entlang des Karstwanderweges begegnen wir immer wieder Hinterlassenschaften unserer verdrängten und oftmals nicht bekannten Heimatgeschichte des Südharzes. Der Karstwanderweg verläuft oftmals durch oder entlang von KZ-Lagern. Auf einigen unserer heutigen Wanderwege marschierten während der NS-Herrschaft Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Bei geführten Sonntagswanderungen für Wandererinnen und Wanderer, ebenso für Schulklassen, informieren wir über die NS-Geschichte des Südharzes. Damit verbunden ist eine intensive Aufklärungs-, Informations-, Öffentlichkeits- und Publikationsarbeit, die in Mit- und Zuarbeit ehemaliger Häftlinge entstanden ist.
Die von uns initiierten Erinnerungs- und Informationsstätten
- entlang des Weges weisen auf Informationstafeln auf Orte der NS-Gewaltherrschaft hin,
- oder durch das ehemalige KZ-Außenlager Juliushütte bei Walkenried und Ellrich,
- entlang der Route der Todesmärsche im Südharz,
- in einer Dauerausstellung im Informationspavillon Nüxei, auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers, sowie
- auf einem Rundwanderweg auf der ehemaligen von Häftlingen gebauten Bahntrasse, der Helmetalbahn,
sind es Orte der Begegnung für die noch wenigen Überlebenden der KZ-Insassen und für ihre Nachkommen.
Autor*in: Burkhard Schmidt
Kontakt
Burkhard Schmidt Hinterstraße 12 37441 Bad Sachsa-Tettenborn
Hinweise zum Besuch
Dauerhaft begehbarer Wanderweg und besuchbarer Info-Pavillon.
Termine
Aktuelle Termine des Deutschen Gipsmuseums und Karst-Wanderweg e.V. entnehmen Sie: karstwanderweg.de (Sonntagswanderungen)
Kontakt zum Förderverein Buchenwald
Für Fragen, Hinweise oder Ergänzungen wenden Sie sich bitte an:
Förderverein Buchenwald
Schwanseestraße 143
99427 Weimar
03643 747540
info@foerderverein-buchenwald.de
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