Oberndorf
Im November 1944 richtete die SS auf dem Gelände der Munitionsanstalt (kurz Muna) der Luftwaffe in Oberndorf bei Hermsdorf ein Männeraußenlager mit bis zu 232 KZ-Häftlingen ein. Sie wurden zum Verladen, Transport und Stapeln von Bomben eingesetzt. Mindestens zwei Todesfälle sind für Oberndorf belegt. Die SS ließ weitere Schwerkranke in das Hauptlager Buchenwald bringen. Am 5. und 18. Februar 1945 brachte die SS 186 Häftlinge in zwei Transporten mit dem Zug nach Buchenwald. Mindestens neun Männer starben in den Tagen nach der Rücküberstellung im Hauptlager. Noch als „arbeitsfähig“ geltende Männer wurden nach kurzer Zeit vom Hauptlager in andere Außenlager zur Zwangsarbeit geschickt.
Historische Situation
Gegründet
16. November 1944
Aufgelöst
22. Februar 1945
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
232
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Vor dem Feuerwehrschulungsheim in Oberndorf sowie im Park des Landesfachkrankenhauses in Stadtroda stehen Gedenksteine für die Opfer des Todesmarsches von Oberndorf nach Buchenwald. Seit 2007 existiert in Oberndorf zudem ein Mahnmal für die insgesamt 7.000 Zwangsarbeiter*innen, die in der Region gefangen gehalten wurden und insbesondere für die Mauserwerke in der Rüstungsindustrie arbeiten mussten. Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
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