Raguhn
Im Frauenaußenlager Raguhn wurden von Februar bis April 1945 für die Heerbrandt-Werke AG Flugzeugteile in Zwangsarbeit produziert. Es war eine der letzten Außenlagergründungen Buchenwalds. Bei den Häftlingen handelte es sich um 500 jüdische Frauen und Mädchen, die von Vertretern der Heerbrandt AG im KZ Bergen-Belsen zur Zwangsarbeit ausgewählt wurden. Belegt sind acht Todesfälle vor Ort. Die Überlebenden wurden in Viehwaggons nach Theresienstadt deportiert. Dort kamen am 20. April 1945 lediglich 429 Frauen lebend an und weitere 15 Frauen starben kurz nach der Ankunft.
Historische Situation
Gegründet
7. Februar 1945
Aufgelöst
9. April 1945
Häftlinge
Frauenlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
500
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Die Opfer wurden auf dem Friedhof von Raguhn beerdigt, einige wurden später in ihre Herkunftsländer überführt. Die Gräber wurden im September 1989 neu gestaltet. Die Namen der Verstorbenen sind auf Gedenksteinen aufgeführt. Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
Kontakt zum Förderverein Buchenwald
Für Fragen, Hinweise oder Ergänzungen wenden Sie sich bitte an:
Förderverein Buchenwald
Schwanseestraße 143
99427 Weimar
03643 747540
info@foerderverein-buchenwald.de
oder nutzen Sie unser Kontaktformular.