Rothenburg
Im Rothenburger Zweigbetrieb der Mansfeld A.G. für Bergbau und Hüttenbetrieb richtete die SS im Herbst 1944 ein Männeraußenlager des KZ Buchenwald ein. Die etwa 80 Männer mussten Flakgeschosse sowie Karabiner- und Pistolenmunition herstellen. Ein Todesfall ist für das Außenlager Rothenburg belegt. Ende März 1945 befanden sich noch 76 Männer in Rothenburg. Am 5. April wurden 68 Männer im Hauptlager Buchenwald registriert. Was mit den übrigen Männern geschah, ist nicht bekannt.
Historische Situation
Gegründet
24. Oktober 1944
Aufgelöst
um den 4. April 1945
Das Lager bestand bis mindestens zum 4. April 1945. Am 12. und 13. April 1945 wurde Rothenburg durch amerikanische Verbände besetzt. Der Abtransport oder Todesmarsch der Häftlinge wurde im Ort nicht bemerkt, das genaue Datum der Auflösung ist daher unbekannt.
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
80
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Ausstellung, Mahnmal
Anmerkungen zum Standort
Das ehemalige Werksgelände gehört heute der Draht- und Seilwerke GmbH. Noch erhalten sind die Wachpostenbaracke Saalberg (Eingang zum Kriegsgefangenenlager), die Baustrasse zum Gefangenenlager Saalberg sowie der Appellplatz vor der ehemaligen Häftlingsunterkunft („Zechenhaus“). Vor Ort befinden sich zwei Gedenksteine bzw. Mahnmale, eines auf dem Friedhof am Saalberg und eines in der Ortsmitte.
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