Rottleberode
Im Männeraußenlager Rottleberode mussten ab März 1944 Häftlinge in der Heimkehle-Höhle für die Untertageverlagerung der Junkers-Werke arbeiten. Ab Oktober 1944 wurde das Lager dem KZ Mittelbau zugeordnet, danach stieg die Belegung auf über 1.500 Gefangene. Bis Ende Oktober 1944 sind mindestens sechs Todesfälle belegt. Anfang April 1945 wurde das Lager geräumt. Etwa 400 Männer wurden später beim Massaker in der Feldscheune Isenschnibbe ermordet. Die anderen etwa 1.000 Männer wurden auf einen Todesmarsch erst in das KZ Sachsenhausen und anschließend in Richtung Nordwesten getrieben, den nur wenige überlebten.
Historische Situation
Gegründet
13. März 1944
Aufgelöst
28. Oktober 1944
Ab 28. Oktober 1944 wurde Rottleberode dem KZ Mittelbau zugeordnet. Später wurde im nahegelegenen Stempeda ein zusätzliches Außenlager eingerichtet, das mit Rottleberode eng verbunden war und von Beginn an dem KZ Mittelbau unterstellt wurde.
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
1.500
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Gedenktafel, Informationstafel, Mahnmal
Anmerkungen zum Standort
Das Gebäude der Porzellanfabrik Max Schuck, in dem die Häftlinge untergebracht waren, wurde 1990 abgerissen. 2005 wurde ein Gedenkstein an der Heimkehle eingeweiht und eine Hinweistafel aufgestellt. Auf Initiative des Bündnisses „Sangerhausen bleibt bunt“ wurden 2015 ein Gedenkstein und eine Informationstafel in der Nähe des ehemaligen Standorts der Porzellanfabrik errichtet.
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