Rouen (V. SS-Baubrigade)
Anfang 1944 wurde die SS-Baubrigade V für den Bau von Abschussanlagen der „V1“ und „V2“-Raketen aufgestellt. Ihr Haupteinsatzgebiet war das deutsch besetzte Nordfrankreich mit Hauptstandort in Doullens sowie Nebenlagern in Aumale, Rouen und Hesdin.
Die etwa 500 Häftlinge der V. SS-Baubrigade in Rouen wurden für den Bau von Abschussbasen für die V1- und V2-Raketen eingesetzt. Um Hilfsaktionen der französischen Bevölkerung zu verhindern, wählte die SS Häftlinge, die kein Französisch sprachen, aus. 15 Männer kamen ums Leben, da sie von der SS gezwungen wurden, auch während Bombenangriffen weiterzuarbeiten. Belegt sind mindestens 17 Todesfälle des Lagers Rouen. Aufgrund des Vormarsches der Alliierten wurden die Häftlinge der Baubrigade V ab August 1944 abgezogen und auf unterschiedliche Lager im Harz aufgeteilt.
Historische Situation
Gegründet
3. April 1944
Aufgelöst
August 1944
Die Häftlinge aus dem KZ Buchenwald und der dem KZ Neuengamme zugeordneten II. SS-Baubrigade wurden im Frühjahr 1944 in der III. SS-Baubrigade in Köln zusammengezogen und von dort ab Mitte März 1944 in vier Transporten nach Frankreich geschickt. Der Hauptstandort der V. SS-Baubrigade war Doullens, von dort aus wurden sie in mehrere Unterlager verteilt, unter anderem nach Aumale, Hesdin und Rouen. Auf Grund des Vormarsches der Alliierten wurde die Baubrigade ab August 1944 abgezogen. Organisatorisch blieb sie bis zu ihrer Übernahme durch das KZ Mittelbau im Oktober 1944 bestehen.
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
500
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
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