Sömmerda
Ab September 1944 mussten im Frauenaußenlager Sömmerda bis zu 1.300 ungarische Jüdinnen im Auftrag von Rheinmetall-Borsig AG Zwangsarbeit leisten. Seit Juli 1944 waren diese Frauen zur Zwangsarbeit in Gelsenkirchen eingesetzt, bevor das dortige Außenlager durch einen Bombenangriff zerstört wurde. Mindestens neun Frauen kamen in Sömmerda ums Leben. Am 4. April 1945 wurden die verbliebenen Frauen auf einen Todesmarsch getrieben. Für einen Teil der Frauen endete der Todesmarsch erst am 9. Mai 1945 mit der Befreiung durch die Rote Armee auf tschechischem Gebiet.
Historische Situation
Gegründet
19. September 1944
Aufgelöst
4. April 1945
Häftlinge
Frauenlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
1.300
Gedenkzeichen
Art des/der Gedenkzeichen(s)
Gedenktafel
Anmerkungen zum Standort
Auf dem ehemaligen Werksgelände befindet sich heute ein Industriepark. Das Lagergelände wurde mit Wohnhäusern bebaut. Im April 2004 ließ die Stadt Sömmerda in der Weißenseer Straße bei einer Todesmarschstele, die nicht in Beziehung zum Außenlager steht, eine Gedenktafel für das Außenlager anbringen.
Gedenk- und Bildungsort „Tor 8“
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