Wieda (III. SS-Baubrigade)
Im Mai 1944 verlegte die SS die III. SS-Baubrigade von Köln-Deutz und Duisburg nach Wieda. Von hier aus wurden die drei Nebenlager in Mackenrode, Nüxei und Osterhagen verwaltet. Bis Ende Oktober 1944 erhöhte sich die Zahl der Männer in den vier Lagern der Baubrigade III auf über 1.100. Ab Ende Oktober 1944 wurde das Außenlager Wieda dem KZ Mittelbau zugeordnet. Bis zu der Übernahme sind mindestens fünf Todesfälle für Wieda belegt. Am 6. April wurden die Häftlinge auf Todesmärsche getrieben, viele von ihnen wurden beim Massaker in der Isenschnibber Feldscheune ermordet.
Historische Situation
Gegründet
16. Mai 1944
Aufgelöst
28. Oktober 1944
Im Mai 1944 wurde die III. SS-Baubrigade von Köln nach Wieda verlegt. Das Außenlager Wieda unterstand mit seinen drei Nebenlagern bis 28. Oktober 1944 dem KZ Buchenwald, danach dem KZ Mittelbau.
Häftlinge
Männerlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
300
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Das ehemalige Schützenhaus ist nach dem Krieg abgebrannt. Das ehemalige Lager ist heute Privatgelände, darauf befindet sich noch eine umgebaute alte Baracke und ein neueres Wohnhaus. Am örtlichen Friedhof steht eine Gedenktafel. Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
Karst-Wanderweg e.V.
Hinweise zum Besuch
Dauerhaft begehbarer Wanderweg und besuchbarer Info-Pavillon.
Weiterführende Informationen
Vladi, Firouz et al.: Der Bau der Helmetalbahn. Ein Bericht von der Eisenbahngeschichte, den KZ-Außenlagern der SS-Baubrigaden, Zwangsarbeit im Südharz in den Jahren 1944-45 und den Evakuierungsmärschen im April 1945, hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Spurensuche in der Südharzregion, Duderstadt (Mecke) 2000 (unveränderte Zweitauflage 2021 ebendort).
Kontakt zum Förderverein Buchenwald
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