Witten-Annen

Im September 1944 verlegte die SS erstmals 700 Häftlinge aus Buchenwald nach Witten-Annen, die meisten waren politische Häftlinge und Kriegsgefangene. Sie wurden im Annener Gußstahlwerk zur Zwangsarbeit eingesetzt. Mindestens 16 Männer kamen im Außenlager ums Leben. Neun sowjetische Häftlinge ließ die SS in das Hauptlager Buchenwald bringen, wo sie im Keller der Verbrennungsanlage ermordet wurden. Zudem brachte die SS 60 Schwerkranke zurück in das Hauptlager, wo mindestens 14 von ihnen kurz darauf starben. Die verbliebenen ca. 600 Häftlinge wurden Ende März 1945 auf einen Todesmarsch getrieben und am 31. März von der US-Armee bei Lippstadt befreit.

Historische Situation

Gegründet

16. September 1944

Aufgelöst

29. März 1945

Häftlinge

Männerlager

Maximale Anzahl der Häftlinge

700

Gedenkzeichen

Art des/der Gedenkzeichen(s)

Gedenktafel, Mahnmal

Anmerkungen zum Standort

Auf dem ehemaligen Lagergelände in der heutigen Immermannstraße wurden Reihenhäuser erbaut. Durch zivilgesellschaftliches Engagement wurden 1990 archäologische Untersuchungen durchgeführt und anschließend ein Bodendenkmal mit einer Gedenktafel eingerichtet. Seit 2013 gibt es vor Ort zudem ein Mahnmal und weitere Hinweistafeln.

Kulturforum Witten

Kontakt

Stadtarchiv Witten Bergerstraße 25 58452 Witten

stadtarchiv@stadt-witten.de www.kulturforum-witten.de

Kontakt zum Förderverein Buchenwald

Für Fragen, Hinweise oder Ergänzungen wenden Sie sich bitte an:

Förderverein Buchenwald
Schwanseestraße 143
99427 Weimar

03643 747540
info@foerderverein-buchenwald.de

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Bitte rechnen Sie 9 plus 9.