Wolfen
Im Auftrag der Filmfabrik Wolfen, einer Tochter der IG Farben, wurde im Mai 1943 ein Frauenaußenlager in Wolfen eingerichtet. Es unterstand zunächst dem KZ Ravensbrück, bevor die Buchenwalder Verwaltung das Frauenaußenlager Anfang September 1944 übernahm. Die bis zu 425 Frauen wurden zunächst im örtlichen „Ostarbeiterinnenlager“ untergebracht, dann im direkt der SS unterstellten „Sonderlager VI“. Im Februar 1945 wurden 200 Frauen nach Bergen-Belsen deportiert, die übrigen im April 1945 per Bahn nach Pirna gebracht und dort auf einen Todesmarsch getrieben. Anfang Mai 1945 wurden die Frauen durch die Rote Armee in Úpořiny im heutigen Tschechien befreit.
Historische Situation
Gegründet
1. September 1944
Aufgelöst
um 15. April 1945
Häftlinge
Frauenlager
Maximale Anzahl der Häftlinge
425
Gedenkzeichen
Anmerkungen zum Standort
Heute gibt es im Stadtgebiet Bitterfeld-Wolfen mehrere Gedenksteine, die an bestattete Fremd- und Zwangsarbeiter*innen erinnern. Auf dem Gelände des ehemaligen „Lager VI“ befindet sich heute ein Baumarkt. Am ehemaligen Standort erinnert heute nichts mehr an die Existenz des Außenlagers.
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